Beitragen

Hier können Sie das Kunstprojekt mit einem Beitrag unterstützen.

Erzählen Sie Ihre eigene Geschichte aus Haidhausen, ein persönliches Erlebnis, historisches Ereignis, ein für Sie beachtenswertes Detail des Viertels aus der Vergangenheit, der Gegenwart und/oder der Zukunft. Unterstreichen Sie Ihren Beitrag auch gerne mit Fotos oder Dokumenten, in dem Sie diese hochladen.

Der Künstler wird versuchen, das Gezeigte in seine Komposition aufzunehmen.

Ihr Beitrag wird an dieser Stelle veröffentlicht. Achten Sie daher darauf, keine Materialien einzustellen, die das Urheberrecht verletzen könnten und verwenden Sie lieber eigene Bilder.

Sollten Sie Ihren Beitrag nicht veröffentlicht sehen wollen, schicken Sie Ihre Geschichte einfach per E-Mail direkt an Martin Blumoehr.

Einen Beitrag veröffentlichen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bisherige Beiträge

Familie Binsteiner / E-Mail Eingang: 26.9.2020

Wir haben uns in der Familie Gedanken zum Kunstprojekt “Handflächen” in der Ruth-Drexel-Straße 46 gemacht.
Unsere Motivideen für die Bemalung der Mauern, die das neue Viertel repräsentieren sollen, sind die folgenden:

– ein Viertel, indem sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen (Füchse streifen abends durch das Gelände sowie große Feldhasen)

– der begrünte Dachgarten lädt ein zum Ratsch / zum Austausch zwischen den Generationen ein

– viele Grünflächen und alte Bäume erfreuen das Auge

– die Sonnenuntergänge sind hier besonders schön

– mit dem Fahrrad kommt man hier im Viertel sehr gut zurecht; Lastenfahrräder jedweder Art sind zu sehen

– beliebte Sportarten der Kinder des Viertels auf den Straßen / Radwegen: Inlineskaten, Trix-Roller, Skateroller, Einrad, Tischtennis

Wir bitten um Weiterleitung unserer Sammlung an den Künstler Martin Blumöhr.

Vielen Dank hierfür!

Mit besten Grüßen,

Familie Binsteiner

Karin Weidlich / E-Mail Eingang: 27.9.2020

Lieber Martin Blumöhr,

Leider bekomme ich nur bizarre Geschichten mit, wie etwa, dass Hunde Hasen jagen, oder dass in unserem Anwesen wieder Mal Unmut herrscht über Schmutz, Zigarettenkippen und sonstigem Müll. Auch Überschwemmungen hatten wir schon, weil die Drainage der Grünfläche nicht richtig funktionierte (Baupfusch).

Auf dem Gelände (alter Waldbestand) habe ich mal Kinder beobachtet, dies ich aus einer Holzpalette ein Floß gebaut haben, um iauf einer Riesenpfütze herumzuschnippern. Dann gab es da noch eine Serie von improvisierten Baumhäusern aus Paletten, die jedoch aus Sicherheitsgründen beseitigt werden mussten.

Bei Progeno habe ich mich mal mit einer Mutter unterhalten, während ihre kleine Tochter fleißig Abfall im Hof sammelte. Das hat sich leider bei uns noch nicht durchgesetzt. Meistens herrscht Chaos, und der Trompetenbaum ist zum Symbol der Trostlosigkeit geworden: totgeschaukelt, Äste abgebrochen, wegen Wassermangel darbt er vor sich hin. Radlchaos im Hof und im Keller. Für Naturfreunde und Umweltbewusste gibt es auf dem gesamten Gelände noch viel zu tun. Wegen Corona musste auch das große Ramadama ausfallen; einiges an Sperrmüll auf dem Gelände wurde inzwischen beseitigt, jedoch haben wir immer noch mehrere Großbaustellen, die für Schmutz und Lärm sorgen.

Meine Idee wäre die Sensibilisierung für Recycling. In Frühjahr dieses Jahres habe ich auf La Palma (Los Llanos) wunderbare Wandbilder entdeckt, die mich sehr inspiriert haben, wie etwa das hier: „Reciclémonos“ von Louis L. Ein Aufruf zum Mülltrennen und Recyceln. Apropos Mülltrennen: Bis heute haben einige Leute nicht verstanden, dass Plastik nicht in die Biotonne gehört.

Vielleicht machen sich ja umweltbewusste Hasen und Hunde ganz gut. Einen Hasen aus Bauschrott habe ich in Porto entdeckt. Auch diese Wandkunstwerk schicke ich Ihnen im Attachment.

Ach ja, und dank der tollen Bepflanzung mit Stauden an der Ostseite haben sich hier Stieglitze angesiedelt. Sehr schöne Finken mit schwarz-rot-gelbem Federkleid. Und manchmal fliegt auch ein Fischreiher übers Gelände, oder es sitzen Krähen aufgereiht auf den Spannseilen der Kräne.

Die Pflanzenvielfalt im Frühling und Sommer ist sehr groß: Auch damit könnte man eine ganze Wand füllen (siehe Bild 3). Besonders bemerkenswert ist die wilde Blumenwiese an der Schwenkung Ruth-Drexel-Straße – ein echtes Biotop. Ich hoffe sehr, dass keine „Dystopien“ auf der Mauer verewigt werden. Mir reicht schon die aktuelle Realsatire.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dystopie
Eine Dystopie, auch Antiutopie, selten auch Kakotopie oder Mätopie genannt, ist ein Gegenbild zur positiven Utopie, der Eutopie, und in der Literaturwissenschaft eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang.

Ich freue mich schon auf Ihr Kunstwerk!

Als wir in die Ruth-Drexel-Straße eingezogen sind, wurde uns schnell klar wie wichtig das Thema Grillen für die Hausgemeinschaft ist.
Als wir unsere Nachbarn das erste Mal trafen, ging es etwa gleich darum, ob es für uns okay wäre, wenn sie auf ihrer Terrasse grillen.
War es natürlich. Das Grillen entwickelte sich insgesamt zum beherrschenden Thema im Haus.
Denn laut Hausordnung war es eigentlich nur auf der Dachterrasse gestattet, nicht aber auf den Balkonen oder in den Gärten.
Manche störte dieses Verbot – andere, dass manche dieses Verbot missachteten.
Die Lösung schließlich: Eine Umfrage unter den Bewohnern, die sich schließlich mit großer Mehrheit für das Grillen auch auf den eigenen Flächen aussprach.
So wurde es schließlich – testweise – festgeschrieben.

Nun meine Idee für ein Motiv: Man könnte diese Entwicklung möglicherweise als eine Art Wandteppich verarbeiten, angelehnt an mittelalterliche Werke wie den Teppich von Bayeux, der die Eroberung Englands durch William den Eroberer beschreibt – nur hier die Entwicklung des Grillens, von der Tätigkeit des Outlaws hin zum verbrieften Recht.
Einige meiner schönsten Erinnerungen aus dem Viertel sind zudem die von spontanen Grillfesten auf der Dachterrasse, zu denen regelmäßig mehrere(!) große Gasgrills herbeibugsiert wurden.
Um dies auch im Pandemie-Winter zu ermöglichen, wurde schon laut über die Anschaffung von Heizpilzen für die Gemeinschaftsflächen nachgedacht.
Alternatives Motiv daher: Mehrere Grillmeister hinter glühenden Eisen, die um die Wette grillen, was das Zeug hält.